Presseinformation
28.05.2021
Weltnichtrauchertag 31.05.2021
Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten viel von der Tabakindustrie gefallen lassen. Sie hat bewusst Produkte erzeugt, die süchtig machen. Keine Prüfstelle würde diese Produkte heute zulassen. Sie haben eine ausgeklügelte Werbung entwickelt, die insbesondere junge Menschen zum Rauchen animieren sollen.

Wir können nicht hinnehmen, dass nicht die Gesundheits-, sondern die Suchtförderung im Vordergrund steht.
 
Fotografiert von Rojin, Kerpener Schülerin, auf dem Weg zum Einkaufen

 
Kinderarbeit auf Tabakfeldern
Für Jugendliche ist es unfassbar, dass Kinder auf den Tabakfeldern arbeiten müssen und nichts dagegen unternommen wird. Diese Kinder werden stark nikotinvergiftet und haben keine Zukunft. Die Tabakkonzerne wissen das und tun nichts.

So wie das Lieferkettengesetz jetzt aussieht, wird das den Kindern nicht helfen!
 
Foto: Evandro 10 Jahre alt, aus der Dokumentation "Leiden für Raucher" des Schweizer Fernsehens

 
Jugendliche haben was zu sagen
Seit Monaten beschäftigt sich die Klasse 7a/7b der Realschule Kerpen im Fach “Praktische Philosophie” unter Anleitung ihrer Lehrerin Bettina Henke mit verschiedenen Aspekten des Rauchens. 
 
Die Jugendlichen verstehen nicht, wie es möglich ist, dass auf den Schachteln “Rauchen ist tödlich” steht und sie überall verkauft werden.
 
 
 
Aktionstag mit Politiker*innen
Am Ende steht nun ein Aktionstag.  Hier wollen die Jugendlichen ihr Wissen und ihre Forderungen den Politiker*innen vermitteln. Sie wollen aber auch zeigen, dass sie nicht nur etwas von ihnen erwarten, sondern schon ganz viel selbst getan haben und tolle Ideen haben, was getan werden könnte.

So findet zum Weltnichtrauchertag ein spannendes Zoom-Meeting statt
 
am 31.05.2021 
von 14.30 bis 15.30 Uhr


Zugesagt haben:

Dieter Spürck
Bürgermeister der Kolpingstadt Kerpen
Nicole Westig
Bundestagsabgeordneter der FDP
Dr. Georg Kippels
Bundestagsabgeordneter der CDU 
Rüdiger Warnecke
Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die Grünen

 
Nun wollen die Jugendlichen, dass Schluss ist mit Rauchen.

Sie fordern rauchfreie Zonen, sofortiges Beenden jeglicher Werbung für tödliche Produkte, keinen öffentlichen Verkauf - alles, was es in anderen Ländern schon längst gibt.
Ihre Forderungen werden unterstützt von Wissenschaftler*innen, die gerade den Fahrplan für ein rauchfreies Deutschland bis 2040 vorgelegt haben. FRIEDENSBAND ist daran beteiligt.
 
Über uns
FRIEDENSBAND hat mit der Realschule Kerpen aber auch mit anderen Schulen der Stadt seit 2005 bemerkenswerte Aktionen durchführen können. Erinnert sei nur an die Aktion Rote Hand auf dem “Papsthügel” 2005 mit mehr als 1200 Schüler*innen. 2010 konnten wir im Landtag mit den Schüler*innen die Landtagsabgeordneten auf das Thema sexualisierte Gewalt ansprechen und 2014 im Rahmen unserer Aktion „Politik in Aktion“ die Landtagspolitiker*innen mit Gestaltungsvorstellungen der Jugendlichen zum Integrationsfördergesetz überraschen. Entsprechend entstand auch die Idee zur Aktion “NIKOTINKINDER” in einer Kerpener Schulklasse.
Neben einer starken Jugendarbeit widmet sich FRIEDENSBAND in Bündnissen der politischen Arbeit. Im Bereich Rauchen arbeiten wir im bundesweiten Bündnis "Kinderrechte und Tabakkontrolle" an Strategien für ein rauchfreies Deutschland. Neben der bereits erwähnt Strategie für ein rauchfreies Deutschland können Sie die „Factsheets – Kinder haben ein Recht auf eine tabakfreie Welt“ und den „Index zur Einflussnahme der Tabakindustrie 2020“ downloaden.
 
FRIEDENSBAND wurde 2003 von Journalist*innen gegründet, die ihre in den Medien erworbenen Kompetenzen für die Förderung von Kinderrechten einsetzen wollen. Im Sinne des Eine-Welt-Gedankens haben wir dabei die Rechte von Kindern in Ländern des Globalen Südens im Blick, wie die der Jugendlichen hier.

Pressekontakt
Günter Haverkamp
0171-8379230
haverkamp@friedensband.de